Das „unverbindliche“ Angebot

Ich lese immer wieder von der Unterbreitung „unverbindlicher“ Angebote. Auch ich bekomme immer wieder die explizite Anfrage nach einem „unverbindlichen“ Angebot. Mir ist aber nicht recht klar, was damit gemeint ist.

  1. Ist der angebotene Preis für den Anbieter unverbindlich? Soll damit also ausgedrückt werden, dass sich der Preis nach Auftragsvergabe noch ändern kann, falls der Arbeitsaufwand doch größer ist, als erwartet?
  2. Ist das Angebot für den Kunden unverbindlich? Also soll es ein kostenloses Angebot sein, welches nicht zwingend zu einem Auftrag führen muss?

Da ich nun aber beim besten Willen nicht weiß, was damit gemeint ist und ich in meiner Kommunikation grundsätzlich verbindlich sein möchte, kann ich nur verbindliche Angebote abgeben. Meine Kunden wissen also immer schon ganz genau im Vorhinein, welche Kosten auf sie zukommen, wenn sie mich beauftragen.

Vielleicht lass ich jetzt aber besser dieses Thema. Irgendwie scheint sich im Moment bei mir im Kopf etwas zu verknoten.

Oder kennt sich da draußen jemand mit dem Thema „Unverbindliches Angebot“ aus? Gerne lerne ich dazu.

Das war es wieder mal aus dem Leben Ihrer ziemlich ratlosen Tippmamsell Maria Haslinger, die beim besten Willen nur „verbindliche“ Preise abgeben kann ;-).

Der schönste Job der Welt – jedenfalls für mich

Das Schöne für mich an meinem Online-Schreibservice ist,

  • dass ich durch meine Arbeit mit sehr vielen unterschiedlichen, interessanten Themen in Berührung komme,
  • dass dadurch meine Arbeit nie langweilig wird,
  • dass ich nur noch für nette Leute arbeite,
  • dass ich mich im Sommer in den Garten setzen und dort arbeiten kann,
  • dass ich freie Zeiteinteilung habe,
  • dass ich mich auch mal gegen einen Auftrag entscheiden kann, wenn mir der Auftraggeber irgendwie suspekt ist,
  • dass ich mich mitten am Tag ausruhen kann, wenn mich die Müdigkeit übermannt,
  • dass ich die Länge meiner Arbeitstage selbst bestimmen kann,
  • dass ich selbst entscheiden kann, zu welchem Preis ich meine Arbeit anbiete,
  • dass ich keine Zeit mehr an irgendeiner Arbeitsstelle vergeuden muss, obwohl grade wenig zu tun ist,
  • dass ich so zurückgezogen arbeiten und leben kann,
  • dass ich wenig Investitionskosten habe,
  • und nicht zuletzt, dass ich so viel positives Feedback von meinen Kunden all die Jahre bekommen habe, wie nie zuvor in meinem Arbeitsleben. Was kann es Schöneres geben.

Ja, es ist schön, so zu arbeiten und zu leben, und ich bin dankbar dafür, dass ich so leben darf … :-). Es war nicht immer so, weshalb ich es umso mehr schätze.

Ihre ziemlich zufriedene Tippmamsell Maria Haslinger

Tippen kann jeder …

Und weil es jeder kann, machen es auch so viele. Und weil es so viele machen, gibt es auch so viele unterschiedliche Preise. Manchmal sind die Preise extrem niedrig und manchmal erstaunlich hoch.

Wie die meist sehr niedrigen Preise zustande kommen, ist mir natürlich klar. Da sind Schreibkräfte in Indien, in Südafrika und in sonstigen Billiglohnländern am Werk. Dank des World Wide Web ist das heutzutage alles kein Problem mehr. Sogar in Deutschland verdienen die Schreibkräfte der großen Transkriptionsdienstleister oft gerade mal 5 Euro pro Stunde – brutto natürlich. Soweit hab ich das ja verstanden.

Aber wie geht es an, dass man immer wieder liest, dass Germanisten, Linguisten, Texter, Ingenieure und Naturwissenschaftler anscheinend nichts Besseres mit ihren Studienabschlüssen im Sinn haben, als eine Tätigkeit zu verrichten, deren Stundenlohn oft weit unter dem Mindestlohn liegt?

Und wie überleben die ebenfalls vorhandenen relativ hochpreisigen Schreibbüros bei einer solchen Konkurrenz? Was können solche Premiumanbieter besser?

Fragen über Fragen zu einer Sache, die jeder kann. Oder ist die Lösung viel einfacher, und ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht?

Gedanken Ihrer Tippmamsell Maria Haslinger

 

Kostenlose Probetranskription?

Eigentlich bin ich immer wieder bestürzt, wie viele Transkriptionsdienstleister eine kostenlose Probetranskription anbieten. Ich frage mich, warum man diese ohnehin schon sehr umkämpfte Niedrigpreisbranche immer mehr mit Billigangeboten überschwemmen muss.

Ich hätte natürlich kein Problem damit, für einen potenziellen Kunden – bevor er einen größeren Erstauftrag platziert – erst mal nur 10 Minuten vorab, aber eben kostenpflichtig, zu transkribieren, damit er prüfen kann, ob die Qualität für ihn passt. Da die Transkription von 10 Audiominuten aber nicht nur 10 Minuten Arbeitsminuten bedeuten, wie man annehmen könnte, wenn man sich die Angebote der Mitbewerber so durchliest, sondern gut und gerne eineinhalb bis zwei Arbeitsstunden- zumindest, wenn man versucht, sorgfältig zu arbeiten – für die vollständige Transkription (nicht nur fürs Abtippen) anfallen, sollte dieser Arbeitsaufwand auch bezahlt werden.

Bisher hat mich übrigens noch niemals jemand um eine kostenlose Transkription gebeten, was definitiv für meine Kunden spricht :-).

wordcloud-kostenlose transkription

Wenn ich solche Probetranskriptionen anbieten würde, hätte ich für meine zahlenden Kunden – von welchen ich schließlich lebe – keine Zeit mehr. Fair Trade beginnt nicht erst in der Dritten Welt, sondern schon in Deutschland.

Und ganz nebenbei – Leute, die allen Ernstes kostenlos beliefert werden wollen, möchte ich gar nicht als Kunden haben. Und das hat nicht nur etwas mit Geld zu tun, sondern vor allem mit der gegenseitigen Achtung.

Das soll und darf selbstverständlich jeder gerne so anbieten, wie er/sie will. Aber ich werde mich bestimmt nicht zur Verfügung stellen :-).

Dies wieder mal ein paar Gedanken der Tippmamsell Maria Haslinger

Meinen Seelenfrieden im Geschäftsleben bewahren …

Manchmal denke ich mir, wie viel einfacher es doch wäre, wenn ich eine „richtige Geschäftsfrau“ wäre – also knallhart mit Preisaufschlägen jonglieren, wenn die Tonqualität der Audiodatei nicht ganz so optimal ist oder ein Gesprächspartner etwas nuschelt oder gar ein bisschen Dialekt durchkommt.

Schon häufig wurde mir aus meinem persönlichen Umfeld der Rat gegeben, höhere Preise für schwierigere Transkriptionen zu verlangen. Und es stimmt ja, dass es so viel mehr Arbeit für mich ist, wenn die Gesprächsteilnehmer auf der Audiodatei sehr schnell sprechen, viel durcheinanderreden oder viele Fachausdrücke verwenden.

Auch eine schlechte Aufnahmequalität kann zu großen Problemen führen und sind für meine Ohren nicht gerade angenehm. Natürlich weiß ich, dass es völlig korrekt wäre, in solchen Härtefällen den Preis nochmals nachzuverhandeln, um so den erhöhten Zeitaufwand zumindest ein bisschen abfangen zu können.

Und manchmal wundert es mich, wie ich trotz dieser desaströsen Preispolitik schon seit sechs Jahren überleben konnte. Es kam sogar schon vor, dass Kunden selbst vorgeschlagen haben, ich solle doch ruhig mehr verlangen. Aber bekanntlich kann niemand aus seiner Haut.

Und so ist es, dass ich mich wohler fühle, beim ursprünglich genannten Preis zu bleiben und die Preise nur vom Auftragsvolumen abhängig zu machen. Das ist für mich die einzige wirklich objektive Möglichkeit, Preise zu kalkulieren. Alles andere hat mit meiner eigenen, sehr subjektiven, Wahrnehmung zu tun. Und das möchte ich ungern in den Preis miteinfließen lassen. Vielleicht habe ich durch diese Vorgehensweise auch einfach mehr Seelenfrieden. Ich will nicht handeln und schachern müssen um jeden Cent und bei jedem Auftrag aufs Neue.

Das Leben ist zu kurz, um ständig gegen die eigene Natur zu arbeiten. Ich finde es jedenfalls gut, meinen Kunden schon vor endgültiger Auftragserteilung auf den Cent genau sagen zu können, was die jeweilige Transkription kostet. Und ich fühle mich gut, wenn meine Kunden zufrieden sind. Das gibt mir Zufriedenheit.

Soviel zur Preiskalkulation der viel zu geschäftsuntüchtigen Tippmamsell -:-). Denn „Glück macht nicht zufrieden, aber Zufriedenheit macht glücklich“.

Aus dem Nähkästchen Ihrer Tippmamsell, Maria Haslinger

Unterschiedliche Preise für unterschiedliche Menschen?

Ab und zu habe ich schon Anfragen erhalten, in welchen nach einem Studentenrabatt gefragt wurde.

Ich wundere mich dann immer über die Logik hinter dieser Fragestellung. Selbst wenn ich einen solchen Rabatt als sinnvoll erachten würde, könnte ich doch gar nicht nachprüfen, ob die angefragte Transkription tatsächlich für einen Studenten bestimmt ist.

Was mich aber viel mehr stört, ist die Tatsache, dass bei einem solch personen- oder auch einkommensabhängigen Rabatt andere Leute, die nicht nachfragen (und möglicherweise auch nicht mehr Geld haben) benachteiligt werden, weil sie brav den normalen Preis bezahlen und damit auch zum Ausdruck bringen, dass ihnen meine Arbeit das auch wert ist.

Wenn man dieses Gedankenspiel fortsetzt, wäre es  doch eigentlich viel sinnvoller, solche Rabatte beim Bäcker, Metzger und Gemüsehändler für bestimmte Bevölkerungsgruppen einzuführen. Immerhin sind Lebensmittel wichtiger als eine Audiotranskription, welche sich der Student mit ein bisschen Zeitaufwand notfalls auch selbst erstellen könnte.

Wenn die Preise sich nach dem Einkommen der Kunden richten, dann müsste das aber im Umkehrschluss bedeuten, dass die Höherverdienenden einen Preisaufschlag in Kauf nehmen müssten, damit Bäcker, Metzger und Gemüsehändler auch noch irgendwie über die Runden kämen. Natürlich müsste sich dafür einkommenstechnisch jeder Kunde erst mal an der Kasse glaubhaft ausweisen können.

Sie sehen schon, diese Vorstellung wird immer absurder.

Bei mir sieht die Lösung ganz einfach aber gerecht aus: Meine Preise sind für jeden öffentlich unter https://www.tippmamsell.de/preise.html nachzulesen. Niedrigere Preise gibt es erst bei größeren Aufträgen ab 10 Audiostunden, und zwar unbesehen der Person und Nase … 🙂.

Das waren heute so meine Gedanken zu diesem Thema 🙂.

Ihre Maria Haslinger