Leidige Cookie-Hinweise

Seit geraumer Zeit stolpere ich beim Surfen im Internet ständig auf diese Cookie-Hinweise, welche man akzeptieren muss, um auf der Seite weiterlesen zu können. Ich finde das ziemlich nervig.

Trotzdem ist mit rechtlichen Dingen ja nicht zu spaßen, weshalb ich lange mit mir gerungen habe, ob meine Internetseite nicht auch unbedingt solch einen Cookie-Hinweis braucht – ohne genau zu wissen, um was es da geht

Ich habe dann folgende Infos gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=b-MHaAuvyyc und https://de.wikipedia.org/wiki/Google_AdSense#Richtlinien.

Da ich kein AdSense-Marketing nutze – also keine externen Werbeeinblendungen durch Google auf der Tippmamsell-Internetseite eingeblendet werden – trifft diese Regelung glücklicherweise nicht auf mich zu … :-).

Vielleicht ist diese Information auch noch für andere Websitebetreiber interessant.

Ihre Tippmamsell Maria Haslinger

 

Zeitaufwand beim Transkribieren

Soeben habe ich gelesen, dass es durchaus üblich ist, bei der Transkription von Gesprächsaufzeichnungen einen Zeitaufwand von 1:3 einzuplanen. Also bei 60 Minuten Gesprächsaufzeichnung wären das drei Stunden Arbeitszeit. Wir reden jetzt vom Abtippen des Gesprächs, der eigentlich immer notwendigen Fremd- und Eigennamenrecherche, dem möglichst genauen Wort-für-Wort-Abgleich zwischen Aufnahme und Transkript und der abschließenden Duden-Rechtschreibkorrektur.

Das hat mich sehr stutzig gemacht. Ich bin jetzt seit mehr als sechs Jahren im Transkriptionsgeschäft und war auch nie eine Schnecke auf der Tastatur.

Über das oft propagierte Zehnfingersystem, das immer wieder erwähnt wird, will ich mich jetzt gar nicht weiter auslassen, weil, das wäre genauso, als ob mir der Taxifahrer versichert, dass er einen Führerschein hat.

Zurück zum Thema. Da stehen jetzt also tatsächlich drei Arbeitsstunden für die Transkription einer einstündigen Gesprächsaufzeichnung im Raum.

Selbst wenn ich von nur zwei sehr deutlich sprechenden Gesprächspartnern bei allerbester Aufnahmequalität und „einfachen Transkriptionsregeln“ ausgehe, komme ich leider trotzdem auf eine wesentlich höhere Arbeitszeit.

Beim reinen Abtippen (inklusive wiederholtem Anhören schwieriger Passagen) gehe ich von einer Stunde Arbeitszeit für zehn Minuten Gesprächsaufzeichnung aus. Das ergibt also eine reine Tippzeit von sechs Stunden für eine einstündige Aufzeichnung.

Da ich das Transkript immer zweimal ganz genau mit dem gesprochenen Wort abgleiche plus Fremdwörter- und Eigennamenrecherche und mit der Duden-Rechtschreibkorrektur nochmals das gesamte Dokument überprüfe, muss ich noch einmal etwa sechs Arbeitsstunden draufpacken, wenn die Qualität so sein soll, dass mir nicht im Nachhinein die Schamesröte ins Gesicht schießt, wenn ich an all die, von mir eventuell nicht entdeckten, Fehler denke.

Insgesamt kommen bei meiner Arbeitsweise durchschnittlich zehn bis zwölf Arbeitsstunden für eine Audiostunde Gesprächsaufzeichnung zusammen – oder nochmals zur Verdeutlichung – das wäre ein Zeitfaktor von 1:12, mit etwas Glück auch mal etwas weniger.

In der gleichen Zeit hätte der schnelle Wettbewerb schon zwei volle Audiostunden nicht nur abgetippt, sondern bereits an den Kunden geliefert.

Hier meine Meinung zum Zeitfaktor 1:3:

  1. Das extrem schnell abgetippte Transkript wird unkorrigiert an den Kunden geschickt – also praktisch im Rohzustand.
  2. Oder diese Kolleginnen und Kollegen verfügen über fast überirdische Fähigkeiten. Aber warum tummeln sich solche Intelligenzbestien nicht in besserbezahlten Arbeitsfeldern mit weniger Konkurrenz?
  3. Oder die Aussage von 1:3 stimmt schlichtweg nicht.

Jeder kann und soll sich seinen eigenen Reim drauf machen, beziehungsweise mir auch gerne auf die Sprünge helfen und mir sagen, was ich falsch mache. Man lernt ja bekanntlich nie aus.

Ihre Tippmamsell Maria Haslinger

Mr. Google und der Dateienversand …

Die folgende kleine Geschichte passt in die Rubrik „Unergründliche Technik“ und tauchte bisher in der Zusammenarbeit mit nur einem einzigen Kunden auf.

Regelmäßig bekomme ich Diktate von einem meiner Stammkunden, welche er als Audiodateien von seinem Smartphone an mich sendet, und zwar von seinem Google-Mailkonto aus. Jahrelang war das auch kein Problem.

Doch irgendwann begannen die Probleme. Es passierte immer wieder, dass Audiodateien bei mir nicht eintrafen. Manchmal war wochenlang alles in Ordnung, an anderen Tagen kamen von acht Mails nur drei bei mir an. Sowohl für meinen Kunden als auch für mich war die Situation völlig unerklärlich, da sich weder im Prozedere noch in der von uns verwendeten Technik etwas geändert hatte.

Ich wusste also nie, ob mich alle seine Audiodateien erreicht hatten, oder ob er überhaupt an dem jeweiligen Tag ein Diktat an mich verschickt hatte. Die Situation wurde immer ärgerlicher, zumal die besagten Diktate sehr zeitnah abgetippt werden sollten. Mein sehr höflicher und liebenswerter Kunde wollte nicht ständig drängeln, und ich wusste nie, ob wieder ein Mail verloren gegangen war.

Ich bin ja technisch absolut keine Expertin, aber mir kam dann doch eine rettende Idee :-). Ich richtete extra für diesen Kunden ein neues Mailkonto ein – aber nicht irgendeines, sondern ein Google-Mailkonto. Und tatsächlich! Seither keinerlei Datenverlust mehr.

Anscheinend hatte Google ein Problem damit, diese Dateien an einen anderen Server zu senden.

Manchmal sind die Lösungen so einfach – man muss nur drauf kommen :-).

Ihre Tippmamsell Maria Haslinger

 

Arbeitskapazität

Besonders am Anfang meiner Tippmamsell-Tätigkeit hatte ich immer Angst, auch mal einen Auftrag nicht anzunehmen, da ich nie wusste, wann der nächste kommen würde. Ich konnte zwar trotzdem immer meine Liefertermine halten, aber der Versuch, möglichst alle Aufträge zu übernehmen, führte dann manchmal schon zu fast unerträglich langen Arbeitstagen und sehr kurzen Nächten. Gerade beim Transkribieren müssen auch mal Pausen eingelegt werden, um eine konstante Qualität halten zu können. Da ist es nicht gerade hilfreich, wenn einem irgendwann beim Tippen die Augen zufallen. Ja, das ist mir auch schon passiert. 🙂

Ich musste also notgedrungen lernen, auch mal einen Auftrag nicht anzunehmen. Besonders bei meinen Stammkunden versuche ich dies natürlich unter allen Umständen zu vermeiden. Aber besser mal eine Sache ablehnen, als den Kunden mit zu langen Wartezeiten enttäuschen zu müssen, zumal ich mir von Anfang an geschworen habe, immer alle Liefertermine peinlichst genau einzuhalten, egal ob es sich um einen Stammkunden oder einen Neukunden handelt.

Ihre Tippmamsell Maria Haslinger