Kostenlose Probetranskription?

Eigentlich bin ich immer wieder bestürzt, wie viele Transkriptionsdienstleister eine kostenlose Probetranskription anbieten. Ich frage mich, warum man diese ohnehin schon sehr umkämpfte Niedrigpreisbranche immer mehr mit Billigangeboten überschwemmen muss.

Ich hätte natürlich kein Problem damit, für einen potenziellen Kunden – bevor er einen größeren Erstauftrag platziert – erst mal nur 10 Minuten vorab, aber eben kostenpflichtig, zu transkribieren, damit er prüfen kann, ob die Qualität für ihn passt. Da die Transkription von 10 Audiominuten aber nicht nur 10 Minuten Arbeitsminuten bedeuten, wie man annehmen könnte, wenn man sich die Angebote der Mitbewerber so durchliest, sondern gut und gerne eineinhalb bis zwei Arbeitsstunden- zumindest, wenn man versucht, sorgfältig zu arbeiten – für die vollständige Transkription (nicht nur fürs Abtippen) anfallen, sollte dieser Arbeitsaufwand auch bezahlt werden.

Bisher hat mich übrigens noch niemals jemand um eine kostenlose Transkription gebeten, was definitiv für meine Kunden spricht :-).

wordcloud-kostenlose transkription

Wenn ich solche Probetranskriptionen anbieten würde, hätte ich für meine zahlenden Kunden – von welchen ich schließlich lebe – keine Zeit mehr. Fair Trade beginnt nicht erst in der Dritten Welt, sondern schon in Deutschland.

Und ganz nebenbei – Leute, die allen Ernstes kostenlos beliefert werden wollen, möchte ich gar nicht als Kunden haben. Und das hat nicht nur etwas mit Geld zu tun, sondern vor allem mit der gegenseitigen Achtung.

Das soll und darf selbstverständlich jeder gerne so anbieten, wie er/sie will. Aber ich werde mich bestimmt nicht zur Verfügung stellen :-).

Dies wieder mal ein paar Gedanken der Tippmamsell Maria Haslinger

Meine Gerätschaften … :-)

Hier mal ein Bild von meinen Arbeitsgeräten. Ja, mehr brauche ich nicht 🙂

Ich tippe auf einem Transformerbook Asus T100HA-FU031T (10,1 Zoll), nachdem mir mein Samsung-Netbook zu langsam wurde. Mir sind die kleinen Geräte einfach lieber, da ich meine Arbeitsplätze gerne wechsle und auch gerne in unkonventioneller Körperhaltung arbeite.

Als Fußpedal verwende ich schon seit Jahren ein Modell von http://www.audiotranskription.de.

Gerätschaften Maria Haslinger

 

Mal eben weggenickt …

Ich weiß ja nicht, ob es anderen Leuten auch schon passiert ist. Vielleicht liegt es auch an meinem Alter. Mit über 50 ist man ja auch nicht mehr ganz taufrisch. Aber mir ist es tatsächlich schon passiert, dass ich beim Abtippen eingeschlafen bin. Natürlich sind das nur minimale Sekundennickerchen. Das passiert gerne mal am Nachmittag und wird wohl im Allgemeinen als Suppenkoma bezeichnet.

Dass so ein Zustand ziemlich hinderlich für effektives und konzentriertes Arbeiten ist, versteht sich von selbst, ganz zu schweigen von der von mir angestrebten gleichbleibenden Qualität meiner Arbeit.

Ab und zu bleibt mir dann wirklich nichts anderes übrig, als dass ich mich mal für eine halbe Stunde aufs Ohr lege 🙂 Ja, ja – das Leben kann so richtig schwer sein … 🙂

Das war es wieder mal aus dem Nähkästchen Ihrer Tippmamsell Maria Haslinger

Vertrauen gegen Vertrauen – geht das?

Als ich im Jahre 2009 mit meinem Onlineschreibservice Tippmamsell begann, hatte ich die ernsthafte und natürlich nicht unberechtigte Befürchtung, ständig meinem Geld hinterherrennen zu müssen. Besonders in Internetforen und auch Büchern zum Thema Existenzgründung wurde immer wieder erwähnt, dass der eine oder andere Freiberufler recht bald frustriert seine Selbstständigkeit aufgegeben hätte, weil häufig die Rechnungen nicht bezahlt worden seien.

Ich hatte damals sogar ernsthaft überlegt, bei Neukunden erst mal nur gegen Vorauskasse zu liefern. Theoretisch wäre dies gerade bei Audiotranskriptionen aufgrund der Abrechnung nach Audiominute durchaus machbar. Ob es zum jetzigen Zeitpunkt am Markt durchzusetzen ist, bezweifle ich allerdings.

Ich hatte also trotz aller Freude über meinen ersten Transkriptionsauftrag ziemlich wacklige Knie bei dem Gedanken daran, nach einer recht mühsamen mehrwöchigen Arbeit mit sehr langen Arbeitstagen vielleicht überhaupt kein Geld zu sehen. Oft musste ich bewusst diese Sorgen verdrängen.

Zu meiner Überraschung und großen Freude ging bei diesem Erstauftrag alles gut. Der Kunde war sogar sehr zufrieden mit meiner Arbeit, und die Bezahlung erfolgte wider Erwarten ausgesprochen schnell.

Trotzdem habe ich fest damit gerechnet, dass ich irgendwann mal – vermutlich eher früher als später – auflaufen würde, dass mir irgendjemand die Zahlung verweigern und vielleicht sogar in der Anonymität der Internetwelt unauffindbar sein würde. Natürlich habe ich mir schon damals genau überlegt, was zu tun ist, um an mein Geld zu kommen. Ich hatte mir regelrecht so eine Art „Geldeintreibungsplan“ zurechtgelegt. Nur so konnte ich meine immer wieder im Hinterkopf aufflackernde Sorge über nicht bezahlte Rechnungen einigermaßen unterdrücken.

Nach nun etwa 6 1/2 Jahren Bestehen von Tippmamsell muss ich allerdings endlich mal loswerden, dass bisher wirklich jeder meiner Kunden bezahlt hat. Ja, keiner meiner Kunden hat mich im Stich gelassen. Auch Zahlungserinnerungen musste ich nur wenige Male versenden.

Ich kann und möchte deshalb jedem, der sich mit dem Gedanken trägt, sich selbstständig zu machen, von ganzem Herzen Mut machen, sich nicht zu viele Sorgen zu machen, sondern auch ruhig mit einer gewissen optimistischen Blauäugigkeit zu beginnen.

Vielleicht hatte ich bisher einfach nur das Glück, ausschließlich von netten, ehrlichen Kunden beauftragt worden zu sein. Anders kann ich mir das jedenfalls im Moment nicht erklären.

Gerne gebe ich mich auch dem Gedanken hin, dass letztendlich das Prinzip „Vertrauen gegen Vertrauen“ unter uns Menschen doch noch funktioniert. Es gibt eben doch nicht nur Gauner da draußen 🙂

Nicht zuletzt bringen mir meine Kunden ebenfalls Vertrauen entgegen. Mit der Auftragsvergabe vertrauen sie mir, dass ich die Arbeit, die sie mir „anvertraut“ haben, so gut wie möglich mache, dass ich absolut verschwiegen bin und nicht zuletzt, dass ich immer pünktlich liefere. Da ist es vielleicht auch nur recht und billig und einfach nur logisch, dass ich meinen Kunden das gleiche Vertrauen entgegenbringe.

Dies die heutigen Gedanken Ihrer Tippmamsell Maria Haslinger