Ich frag mich nach dem Sinn …

Warum ich diesen Blog angefangen habe? Ehrlich gesagt weiß ich das selbst nicht so genau. Ich habe ja schon oft zu den unterschiedlichsten Themen in anderen Blogs gelesen und war immer wieder fasziniert, über was man alles schreiben kann. Oft habe ich auch wirklich interessante Einblicke in Themen bekommen, von denen ich vorher noch gar keine Ahnung hatte.

Als ich dann letztens mit meinem Hündchen im herbstlichen Wald unterwegs war, spürte ich den Drang, es einfach mal selbst zu versuchen – einfach so, ob ich das überhaupt hinbekomme.

Warum andere so einen Blog erstellen, musste ich erst mal meinen treuen Helfer Mr. Google fragen und konnte nachlesen, dass manche Leute sogar Geld mit ihren Blogs verdienen und auch ständig auf Facebook, Instagram und Twitter unterwegs sind – also so eine Mischung eben, um im Gespräch zu bleiben. Ich fühle mich zu diesen sozialen Medien bisher noch nicht besonders hingezogen. Oft habe ich das Gefühl, dass dort weniger miteinander, als aneinander vorbeigeredet wird. Vielleicht ist es dort wie in der realen Welt – je lauter jemand schreit, desto mehr wird er wahrgenommen. Leise Töne sind mir generell angenehmer.

Falls es aber jemanden interessiert, welcher Mensch hinter dem Onlineschreibservice Tippmamsell steht, dann ist er/sie herzlich eingeladen, in diesem Blog zu lesen. Im Moment dient dieser Blog eher dazu, meine Gedanken zu ordnen und mir selbst über Dinge klar zu werden.

Ich habe mich auf einen unbekannten aber spannenden Weg begeben …  🙂

Ihre Maria Haslinger

Unterschiedliche Preise für unterschiedliche Menschen?

Ab und zu habe ich schon Anfragen erhalten, in welchen nach einem Studentenrabatt gefragt wurde.

Ich wundere mich dann immer über die Logik hinter dieser Fragestellung. Selbst wenn ich einen solchen Rabatt als sinnvoll erachten würde, könnte ich doch gar nicht nachprüfen, ob die angefragte Transkription tatsächlich für einen Studenten bestimmt ist.

Was mich aber viel mehr stört, ist die Tatsache, dass bei einem solch personen- oder auch einkommensabhängigen Rabatt andere Leute, die nicht nachfragen (und möglicherweise auch nicht mehr Geld haben) benachteiligt werden, weil sie brav den normalen Preis bezahlen und damit auch zum Ausdruck bringen, dass ihnen meine Arbeit das auch wert ist.

Wenn man dieses Gedankenspiel fortsetzt, wäre es  doch eigentlich viel sinnvoller, solche Rabatte beim Bäcker, Metzger und Gemüsehändler für bestimmte Bevölkerungsgruppen einzuführen. Immerhin sind Lebensmittel wichtiger als eine Audiotranskription, welche sich der Student mit ein bisschen Zeitaufwand notfalls auch selbst erstellen könnte.

Wenn die Preise sich nach dem Einkommen der Kunden richten, dann müsste das aber im Umkehrschluss bedeuten, dass die Höherverdienenden einen Preisaufschlag in Kauf nehmen müssten, damit Bäcker, Metzger und Gemüsehändler auch noch irgendwie über die Runden kämen. Natürlich müsste sich dafür einkommenstechnisch jeder Kunde erst mal an der Kasse glaubhaft ausweisen können.

Sie sehen schon, diese Vorstellung wird immer absurder.

Bei mir sieht die Lösung ganz einfach aber gerecht aus: Meine Preise sind für jeden öffentlich unter https://www.tippmamsell.de/preise.html nachzulesen. Niedrigere Preise gibt es erst bei größeren Aufträgen ab 10 Audiostunden, und zwar unbesehen der Person und Nase … 🙂.

Das waren heute so meine Gedanken zu diesem Thema 🙂.

Ihre Maria Haslinger

Anfragen ohne Hirn … :-(

„Wir suchen einen Schreibservice, der uns 365 Tage im Jahr täglich 24 Stunden und sieben Tage die Woche für kurzfristige aber unregelmäßige Aufträge zur Verfügung steht – Lieferung gerne innerhalb von 1-2 Stunden.“

Ich hatte in den letzten Jahren schon mehrmals solche Anfragen und habe mich eigentlich immer gefragt, ob da jemand vorher nachgedacht hat. Und ich habe mich auch gefragt, wie wohl meine Mitbewerber mit solchen Anfragen umgehen.  Allen Ernstes wird erwartet, dass eine einzelne Person ununterbrochen, Tag und Nacht, Sonn- und Feiertage für eventuell anfallende Schreibarbeiten zur Verfügung steht. Es hört sich auch ganz praktisch an, wenn man nachts um 11:00 Uhr noch ein Diktat hat und eine halbe Stunde später landet das „Abgetippsel“ fertig im Mailbriefkasten.

Meine Antwort muss bei solchen Anfragen naturgemäß immer „Nein“ lauten. Aber wundern tut es mich dann doch. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man eigentlich lachen …

Ihre Maria Haslinger

Die Sache mit der Vertraulichkeit

Ich arbeite grundsätzlich alleine, um meinen Kunden größtmögliche Diskretion zusichern zu können. So ähnlich steht es auf meiner Internetseite, und dahinter stehe ich voll und ganz.

Natürlich kann es bei einem sehr großen Auftragsvolumen ratsam sein, sich an ein größeres Schreibbüro zu wenden, welches über einen Schreibpool mit Hunderten von Mitarbeitern verfügt, da eine einzelne Person naturgemäß nur eine bestimmte Arbeitsmenge in einer bestimmten Zeit bewältigen kann.

Trotzdem sehe ich vor allem bezüglich Diskretion und Qualität Vorteile, ein kleines Schreibbüro zu beauftragen.

Größere Schreibbüros arbeiten mit einem Pool von Schreibkräften, welche im Vorfeld eine Verschwiegenheitsverpflichtung unterschreiben müssen. So eine Unterschrift ist auch schnell geleistet, wenn man händeringend Arbeit sucht. Nun besteht ein solcher Pool aus einer bestimmten Anzahl von Schreibkräften, die im In- und Ausland an ihren eigenen Computern sitzen und die Aufträge für extrem wenig Geld abarbeiten – und dabei für den Auftraggeber anonym bleiben. Wie es der Zufall will, könnte diese Schreibkraft aber in der Nachbarschaft des Auftraggebers wohnen oder sonst in irgendeinem Bezug zum Auftraggeber stehen, sodass durch auftragsbedingte Informationen Rückschlüsse auf den Auftraggeber möglich sind. Und genau ein solcher Zufall ist in meinen Augen ein Risiko.

Auch die schnellen Kommunikationswege in unserer globalisierten Welt mit Facebook & Co., wo von durchaus intelligenten Menschen oft völlig gedankenlos intimste Informationen veröffentlicht werden, hat in den letzten Jahren die Hemmschwelle enorm gesenkt, Dinge preiszugeben, die noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen wären.

Ähnlich verhält es sich beim Telefonieren in der Öffentlichkeit. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, wo es schon böse Blicke gab, wenn man keinen Höflichkeitsabstand zur geschlossenen Tür der öffentlichen aber besetzten Telefonzelle einhielt. In der heutigen Zeit wird man täglich durch private und geschäftliche Telefongespräche im öffentlichen Bereich regelrecht beschallt, ob man will oder nicht, ohne, dass sich der Telefonierende selbst etwas dabei denkt.

Letztendlich lebe ich mit meinem Onlineschreibservice vom Vertrauen meiner Kunden. Jeder einzelne Auftraggeber hat das gleiche ernstzunehmende Recht auf hundertprozentige Verschwiegenheit. Besonders in der Anfangszeit habe ich mir viele Gedanken gemacht, ob ich nicht doch auf eine zweite oder dritte zusätzliche Schreibkraft zurückgreifen sollte, zumal ich sehr häufig Initiativbewerbungen erhielt und ich auch immer wieder Aufträge nicht annehmen konnte, weil ich bereits total ausgelastet war.

Nach nunmehr sechs Jahren Erfahrung bin ich mir sicher, dass ich mich letztendlich nur auf mich selbst verlassen kann, um zu verhindern, dass nicht doch Informationen nach außen getragen werden. Deshalb mache ich wirklich ALLES alleine, vom Abtippen bis zum Korrekturlesen.

Leider fällt damit das eigentlich sehr gute Vieraugenprinzip flach, was ein Nachteil sein kann, wenn es darum geht, sehr schwierige Passagen in einem zu transkribierenden Gespräch oder einer Rede richtig zu verstehen.

Trotzdem hätte ich ein ungutes Gefühl, noch eine zusätzliche Person mit ins Boot zu holen, selbst wenn ich diese Person seit Jahren persönlich kennen würde. Es ist in der heutigen Zeit einfach zu leicht, sich irgendwie zu „verplappern“, auch wenn es aus Unachtsamkeit geschieht.

Als Einfrauunternehmen stehe ich persönlich mit meinem Namen für die Qualität meiner Arbeit. Und genau das ist für mich die beste Motivation beim Versuch, meine Kunden zufriedenzustellen.

Ihre Maria Haslinger

Warum der Name „Tippmamsell“?

Nomen est omen

Vor dem Schritt in meine Selbstständigkeit habe ich mir sehr viele Gedanken bezüglich Namensgebung gemacht. Ich wollte einen unverwechselbaren, griffigen Namen, der etwas mit meiner eigenen Einstellung zur Arbeit zu tun hat.

Tippmamsell hört sich für mich nicht schick, nicht reißerisch, nicht oberflächlich oder gar überheblich an. Tippmamsell ist nicht jung und schön, sondern eher schon etwas angestaubt, aber mit Berufserfahrung. Dies ist für mich nicht die Bezeichnung einer flüchtigen Schreibkraft, der es nur darum geht, möglichst schnell fertig zu werden. Für mich drückt es so etwas aus wie altmodische Zuverlässigkeit und Fleiß, immer in dem bescheidenen Bewusstsein, nicht fehlerlos zu sein. Tippmamsell ist der Versuch, den Kunden zufriedenzustellen, auch wenn bei dem einen oder anderen Auftrag der Stundenlohn ins Bodenlose sinkt, weil leider ein drittes Mal Korrekturlesen notwendig ist.

Tippmamsell steht für den ehrlichen Versuch, die mir von meinen Kunden übertragenen Arbeiten so gut wie möglich in der vorgesehenen Zeit abzuliefern.

Ihre Tippmamsell Maria Haslinger

Der Anfang vom Transkriptionsservice Tippmamsell

Mein Name ist Maria Haslinger, und mein offizieller Internetauftritt ist www.tippmamsell.de. Die Informationen dort sind zwar richtig und auch wichtig, aber fühlen sich für mich etwas nüchtern an. Aber da hinter den nackten Fakten vor allem auch ein Mensch steht, habe ich mich entschlossen, diesen Blog zu erstellen.

Wie alles begann:

Nach über 20 Jahren als Sekretärin/Sachbearbeiterin/Vertriebsassistentin (verschiedene Bezeichnungen für meist sehr ähnliche Tätigkeiten … -:), habe ich im Herbst 2009 in München den Transkriptions- und Schreibdienst Tippmamsell gegründet, ohne damals so richtig zu wissen, was da wohl auf mich zukommen würde.

Ich hatte ja damals noch die recht naive Vorstellung, dass mir die Kunden diese kleinen Diktierkassetten zusenden würden, welche ich dann brav abtippen und entweder als Word-Datei oder vielleicht sogar in Papierformat an den Kunden senden würde. Nun, es kam anders, wie so oft im Leben.

Es war ein glücklicher Zufall, dass ich kurz nach Veröffentlichung meiner zunächst selbst gebastelten Internetseite bereits meinen allerersten, recht umfangreichen, Transkriptionsauftrag im Rahmen eines Unternehmenscoachings erhielt – damals zum Glück mit genauen aber relativ einfachen Transkriptionsvorgaben. Dafür bin ich meinem ersten Kunden, der gar nichts davon weiß, noch heute dankbar.

Mein extra gekauftes Kassettenabspielgerät blieb übrigens bis heute völlig unbenutzt, da mir meine Kunden einfach ihre Audiodateien online übermitteln. Dies aber nur nebenbei.

Auch wenn ich den enormen Zeitaufwand für eine Audiotranskription vor meinem ersten Auftrag völlig unterschätzt hatte, konnte ich doch die Interview-Transkriptionen mit viel Mühe und durch sehr lange Arbeitstage und phasenweise üble Erschöpfungszustände termingerecht abliefern. Und das Schönste war, dass der Kunde sehr zufrieden mit meiner Arbeit war. Das war für mich ein wirklich toller Einstieg.

Es sind nun sechs Jahre vergangen, und ich transkribiere noch immer mit der gleichen Begeisterung Interviews, Diskussionen, Vorträge und manchmal sogar Workshops zu den unterschiedlichsten oft sehr interessanten Themenbereichen. Unter meinen Kunden sind Großunternehmen, Banken, politische Parteien, Buchautoren, Journalisten, Studenten, Doktoranden und Wissenschaftler. Es überrascht mich immer wieder, in welcher Regelmäßigkeit Bedarf besteht, Sprachaufzeichnungen zu transkribieren.

Mein Onlineschreibservice Tippmamsell hat keine konkreten Öffnungszeiten, sondern ich arbeite je nach Auftragslage durchaus auch mal sieben Tage in der Woche, aber immer bei freier Zeiteinteilung. Schön, dass ich so meine Zeit – immer mit Rücksicht auf die jeweilige Auftragslage – frei gestalten kann.

Da es für mich wichtig ist, möglichst konzentriert arbeiten zu können, bin ich froh, wenn nicht ständig das Telefon klingelt. Die meisten telefonischen Fragen lassen sich sowieso mit einem Blick auf meine Internetseite beantworten. Wenn mich meine Kunden per E-Mail unter info@tippmamsell.de kontaktieren, ist dies für beide Seiten vorteilhaft. Der Kunde bekommt auf jeden Fall kurzfristig eine für mich verbindliche, schriftliche Rückantwort von mir, und es entstehen keine unnötigen Missverständnisse, denn „Ein Wort ist ein Wind und ein Wind ist ein Nichts“.

Ihre Maria Haslinger